Die Geschichte Der Seide

Wir glauben daran, dass die Geschichte von Menschen geschrieben wird. Es stimmt aber nicht ganz, denn Geschichten werden zum Teil von den Tieren geschrieben. Vielleicht sind sie von diesem Satz überrascht. Nun die Realität ist, dass eine Periode der menschlichen Geschichte nicht von Armeen, sondern von Seidenspinnen gemacht wurde. Ihre Seide hat die sogenannte Seidenstraße geschaffen und diese hat die Länder, Grenzen und die Siedlungen verformt, Entwicklungslinie der Zivilisationen bestimmt. Europäische Händler hatten Seidenstoffe, Gewürze, Porzellan, und viele andere Waren aus Osten mit Kamelenkarawanen nach Westen transportiert, und sie hatten diesen Transportstrecke ‘’Seidenstraße’’ genannt. Nach Angaben der Übertragungen wird die Entdeckung der Seidenspinne einer chinesischen Königin zugeschrieben. Um 2600 vor Christus bei der Herrschaftszeiten des chinesischen Kaisers Namens Hoangiti wurden die Raupen im königlichen Garten auf dem Maulbeerbaum zufällig gesehen. Der chinesische Kaiser überlässt der Königin Shi-Ling-Shi, sie zu untersuchen. Jahrelang beobachtet sie geduldig diese verblüffende Ungeziefer, die einzigartige Faden produziert, und entdeckt sie dabei die Seidenherstellung. Von diesem Tag an wird der Seidenhandel allerwichtigste Einkommensquelle Chinas, Seide wird gesegnet, und die Königin bekommt einen neuen Namen: ’’ Seiden-Göttin’’.

 

Manche sagen, dass die Türken die chinesischen Seidekunst weltweit verbreitet haben. Im Jahre 149 wollte Hotaner-Khan eine chinesesche Prinzessin heiraten. Die verlobte Prinzessin mag ihrem zukünftigen Ehegatten unbedingt etwas besonderes verschenken. Darum versteckte sie die Seidenspinnen in ihren schulterlangen Haaren und nahm sie nach Hotan als Hochzeitsgeschenk mit. Ob diese Liebesgeschichte im Bezug auf Seidenspinnen überhaupt stimmt, wissen wir nicht. Es gibt aber noch eine Geschichte dazu. Im Jahre 555, Während der Herrschaftszeiten des Byzanz-Kaisers Namens Justinianos hatten zwei entsandte Nasturi-Mönch mühsam die Seidenherstellungskunst in Turkistan erlernt und versteckten die Seidenspinnen in ihren Stöcken auf der Rückreise nach Anatolien. Eine dritte Gesichte besagt wiederum was anderes, nämlich dass Der Memluk-Khan Tomanbay angeblich 400 Seidenhersteller Zwecks der Verbreitung der Seidenproduktion in Anatolien nach Bursa zugeschickt haben soll.

 
Egal welche Geschichte tatsächlich stimmt ist, ist eins Sicher: Anatolien hat mit Sicherheit die Seidenspinnen leidenschaftlich in die Arme genommen. In Bursa befindet sich der historische Kokon-Gebäude, das seine Existenz der Seide verdankt, konnte sich durch Seidenspinnenversteigerung bis zu letzten Jahren behaupten. Vor Hundert Jahren gab es fast in jedem Haushalt Anatoliens eine Seiden-Webstuhl und wurde der Seidenstoff gewebt. Seide hat Geschichten, aber was ist mit Seidenspinne? Gab es keine Geschichte dazu? Gewiss, die neugeborene Seidenspinnen sehen wie schwarz-oder braunfarbige winzige Fell-Klumpfen aus
   
       
 
. Im Laufe der Zeit bekommen sie die richtige weiße Farbe und den Fellausfall. Ihre Haut wird weicher. Diese winzige Seidenspinnen leben nur sechs Wochen, zwar mit fünf verschiedenen Lebensperiode. Jede Lebensperiode dauert etwa sieben-acht Tage an, dann schlafen sie ein oder zwei Tage. Vier mal schlaffen sie in ihrem kurzen Leben. Als sie aufwachen, bekommen sie jedes Mal die leckere Maulbeerblätter. Jede aufgewachte Seidenspinne wird "Alaldi" genannt. Wenn es zu letzter Alaldi kommt, gibt sie ein bestimmte Kilavuz (Führer), Kilavuz ist der Augenblick, wo sie mit dem Kokon, praktisch der Seidenherstellung angefangen haben.
 
Wenn die Seidenspinnen ihren winzigen Köpfen auffällig herausholen und tun so, als ob sie was bestimmtes suchen würden, heißt es: Sie werden anfangen Seidenfaden abzugeben. Währenddessen werden Eichholz -und Tannenbaumzweige senkrecht gestochen. Die Seidenspinnen suchen sich dann mit eigenartigen Gerauschen einen Platz. Die Herstellung wird bald beginnen. Die Ausbreitung der Seidenherstellung bringt auch einige Aberglauben mit sich. Nach einem dieser Glauben, war das Trommeln einer Blech-Kanister üblich. Angeblich würde sich die Seidenspinne durch den unangenehmen Lärm schrecken und noch schneller Seidefaden produzieren als normal. Die Seidenspinne kriegt allerdings ihr Kokon immer innerhalb von drei Tagen. Die Seide, die Seidenspinne umsich gewebt hat, sorgfältig herauszunehmen und danach Stoffe damit herzustellen ist einer lange und komplizierte Prozess.
 
 

Zwecks der Trennung die Kokon von Seidenspinne muss sie leider umgebracht werden, sonst würde der Kokon von Seidenspinne eingestochen und dadurch unbrauchbar gemacht. Deshalb lässt man sie entweder in die Sonne liegen, oder tötet sie durch den Heizdampf. Danach werden die gesammelten Kokons in den Kesseln bis zu 80-90 °C durchgekocht. Die weich gewordene Kokons sind dann per Besen meisterhaft aufzuschlagen, um den Fadenanfang zu kriegen. Der Fadenanfang wird festgebunden und dann durch eine Altmühle aus dem Kokon herausgezogen. Altmühle dreht sich weiter, sammelt den Seidenfaden geschickt ein. So wird erst Rohstoff von Seiden hergestellt.

Heute wird Seide auch künstlich hergestellt, lässt sich aber die Naturseide die Krone immer noch nicht wegnehmen.

 
       
       
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